Kath. Kirche St. Johannes Geroldswil
2004–2007 Umbau
Die Katholische Kirche in Geroldswil entstand im Jahr 1972 als Bestandteil des neu erstellten Gemeindezentrums. Das räumliche Konzept des Architekten Walter Moser, ein möglichst vielseitig benutzbares Haus zu planen, ist heute aktueller denn je. Der schlechte Zustand des Daches und der Installationen machte jedoch eine umfassende Sanierung notwendig. Dabei ergab sich die Gelegenheit die Tageslichtführung neu zu gestalten. Die dunkle Materialisierung der 70er Jahre schluckte zu viel Licht und liess kaum mehr eine angenehme Stimmung entstehen.
Ziel des Umbaus war es, mit einem grossen Anteil an Tageslicht ein Raum der Stille zu schaffen. So soll die Kirche nicht nur für Veranstaltungen offen sein, sondern dient auch dem Kraftschöpfen für den Alltag oder einfach mal Platz nehmen, abschalten.
Das prägende Element der neuen Gestaltung bestimmt den zentralen Bereich der Kirche. Der höchste Teil des Raumes wurde mit einem neuen Glasdach eingedeckt. Darunter bilden 17 paarweise angeordnete Acrylglasplatten mit mattierter Oberfläche einen Tageslichtfilter und bewirken eine meditative Lichtstimmung die sich im Tagesverlauf ständig ändert. In der Nacht werden diese durch integrierte LED illuminiert und so zu filigranen Leuchtkörper. Lichtvouten erhellen die seitlichen Sichtbetonwände und lassen die gesamte Dachkonstruktion schweben.
Der neue Travertin-Boden komplettiert die harmonische Materialisierung in warmen Farbtönen. Mit dem Abschluss der Umbauarbeiten hat Geroldswil wieder ein vielseitig nutzbares Haus erhalten, das möglichst vielen Benutzern offen steht.
Bauherrschaft: | | Kath. Kirchengemeinde Geroldswil | Leistungsumfang: | | Projekt, Kostenplanung, Devisierung, Ausführungsplanung, Bauleitung | Partner: | | nachtaktiv, lichtplanung | | Fotos: | | Michael Fritschi | |
Detail: [st+_geroldswil] (PDF, 671.6 KB)